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Siehe auch "Nachhaltigkeit und Politk"

 

07.11.2017  

Süddeutsche Zeitung 

Gekaufte Forschung: Wie Monsanto Wissenschaftler beeinflusst hat

Pressebericht

 

 

25.10.2017 

Wie Monsanto das Krebsrisiko verharmlost 

Interne E-Mails enthüllen die Methoden, mit denen das US-Unternehmen Monsanto das Pflanzengift Glyphosat reinzuwaschen versucht.  Bericht

Dazu auch 26.10,2107:

Schwächelndes Geschäft lässt Bayer-Aktie fallen  Bericht

 

 

 

24.10.2017

Wie unverantwortlich agiert das EU Parlament?

EU Parlament stimmt gegen Glyphosat! 

Erfreulich...?   Pressebericht

Offensichtlich kann inzwischen die Gefährlichkeit für Mensch und Ökologie  (Stichwort: Bienensterben) sogar von den "lobbyfreundlichen " EU Politikern nicht mehr geleugnet werden.

Zwar ist das Europa-Parlament ohnedies nicht entscheidend - sondern eine mindestens ebenso  "lobbybedrängte" Kommission (?), die sich auf Gefälligkeitsgutachten des BfR beruft,  Bundespolitiker aus den EU Ländern, die sich nicht gegen eine rückwärts gewandte Agrarlobby und mächtige Konzerne stellen wollen  (Beispiel)

 

Dennoch stellt sich aber die Frage:

Warum dann ein "Vorschlag des EU Parlaments" für ein Verbot erst ab 2022 ???? 

Grund: Zitat "Der Vorschlag des Umweltausschusses, die Zulassung bereits in drei Jahren (?) auslaufen zu lassen, fand keine Mehrheit."

Wieviel Schaden soll durch dieses Gift noch angerichtet werden-  wer übernimmt die Haftung für gesundheitliche und ökologische Folgeschäden?  

 

In den USA gibt es wenigstens bereits die ersten diesbezüglichen Prozesse:

"Am United States District Court im Northern District of California sind 15 Verfahren mit 60 Klägern aus mehreren US-Bundesstaaten zusammengefasst. Die Kläger leiden am Non-Hodgkin-Lymphom oder haben dadurch Angehörige verloren. Sie bringen die bösartige Erkrankung des Lymphsystems mit ihren Kontakten zu Glyphosat und RoundUp in Verbindung und stützen sich dabei auf die Einschätzung des IARC." (Quelle)

 

 

 

18. Oktober 2017 

"Glyphosat gegen den Klimawandel?" Es geht auch ohne Glyphosat

Um seinen Kassenschlager zu retten, greift Monsanto in die Trickkiste. Eine aktuelle Propagandalüge soll vor allem ökologisch orientierte Menschen verunsichern: Glyphosat soll das Klima schützen, weil die Landwirte dadurch weniger pflügen müssten. Doch Monokulturen, die nur mit Chemie funktionieren, sind nicht die Lösung, sondern das Problem! Wie moderne, ökologische Landwirtschaft ganz ohne Gift das Klima schont, zeigt unser neues Video. Begleiten Sie uns sechs Minuten lang auf den Hof von Sepp Braun. Mit einer durchdachten Fruchtfolge, Mischkulturen und schonender Bodenbearbeitung baut er unter Getreidefeldern Humus auf. Das bindet CO2 und schützt das Klima. Siehe dazu auch: Massives Insektensterben in Deutschland 

 

17.10.2017

Arte Dokumentation  Wissenschaft     " Der Prozess"  

Infos zum Film auch hier

 

3.10. 2017 

Netzwerk der Agrarlobby

kleine "Einführung" in das Lobbynetzwerk um Glyphosat

 

 

 

28.09.2017

Monsanto Lobbyisten aus EU Parlament verbannt!  Bericht

                                                                                           

12.09.2017

Schärfere Bestimmung zum Schutz vor schädlichen Umwelthormonen nötig:

EU Kriterien unzureichend! 

Nicht nur beim möglicherweise Krebs erzeugenden  Glyphosat erkennt man erfolgreiche Lobbyarbeit der Industrie - auch im Hinblick auf die neuen EU Kriterien bezüglich schädlicher Umwelthormone ( z.B. in Pflanzenschutzmitteln aber auch in Baustoffen) kritisiert die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen  Medizinischen Fachgesellschaften unter anderem:  

"Schlupflöcher für Chemikalien zur Schädlingsbekämpfung, die hergestellt werden, um in das Hormonsystem von Insekten einzugreifen."

Pressebericht

 

Siehe dazu auch Informationen zu gesetzlichen Grenzwerten

 

 15.09.2017

 

Behörde schreibt Bewertung von Monsanto ab

 

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat seine Bewertung des Totalherbizids Glyphosat über viele Seiten aus dem Zulassungsantrag von Monsanto abgeschrieben. Das berichten die britische Zeitung The Guardian, das österreichische Wochenmagazin News und weitere Medien.

Die Bewertung des BfR war die entscheidende Vorarbeit für die europäischen Behörden und die kommende Abstimmung über die weitere Zulassung des Wirkstoffs in der EU. Weil Deutschland der "berichterstattende Mitgliedsstaat" ist, hatte das BfR die Vorarbeit für die Bewertungen durch die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) und die Europäische Chemikalienbehörde (ECHA) gemacht. Dabei hat das BfR die Bewertung von wissenschaftlichen Studien über die krebserzeugende, fruchtbarkeitsschädigende und DNA-schädigende Wirkung von Glyphosat aus dem Zulassungsantrag von Monsanto abgeschrieben. Genau diese Stellen sind nach europäischem Recht entscheidend für die Frage, ob Glyphosat überhaupt wieder zugelassen werden darf oder verboten werden muss.

 

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit, das BfR und seine europäischen Partner sehen sich als Dienstleister der Antragssteller. Die chemische Industrie muss sich vor deutschen Behörden offenbar ebensowenig fürchten wie die Autoindustrie.

Bundesregierung belügt den Bundestag

Das BfR hat nicht nur abgeschrieben, sondern sogar offensiv versucht, das zu verschleiern.   Pressebericht

 

 

13.07.2017 Umweltinstitut München e.V.:

Glyphosat und Krebs: Systematischer Regelbruch durch die Behörden

   

 

 

 

 Abgeordnetenbestechung

"Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die ursprüngliche Erklärung für "GroKo" nicht "Große Koalition" sondern - nicht öffentlich, aber einstimmig - "Große Korruption" gedacht war. Nach der Rechtsauffassung unserer Politiker wird Bestechung nie eine Straftat sein, wenn der Nutznießer damit sein bescheidenes Einkommen aufbessert." (Zitat)

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29.06.2017

Die Kanzlerin kämpft für Glyphosat!

 

 29.05.2017

BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) "übersieht" Krebs-Hinweise in 8 Studien

 

25. März 2017 "Süddeutsche"

Monsanto soll Glyphosat-Studien beeinflusst haben  

 

Pressebericht      

Offener Brief an "ECHA"  (European Chemicals Agency)

 

23.03.2017 ZDF

Manipulation bei Glyphosat-Studien?         

Video                                               

 

23.03.2017 

"Gekaufte Wissenschaft"      "Der Gutachter"

 

15. März 2017

Dieses Glyphosat "Gutachten" gefährdet unsere Gesundheit

 

 

 

1. März 2017 

Insekten in Gefahr

Glyphosat tötet Wildpflanzen (und damit auch Insekten)

 

08.02.2017

8 Fakten, warum Glyphosat verboten werden muss

2017 muß die EU Kommission entscheiden

 

15.11.2016

Er berät (?) die Bundesregierung:

"Darstellung" eines unabhängigen Gutachters  (Helmut Greim)

Seine Stellungnahme zu Glyphosat  "Wie  ausgeführt besteht keine Notwendigkeit für eine Berücksichtigung der IARC Einstufung für die Wiederzulassung von Glyphosat."

 

24.10.2016

Erneut fehlende Transparenz bei einer entscheidenden "Wahrheitsfindung"

Im Streit über die Wiederzulassung des Unkrautvernichters Glyphosat verweisen Hersteller und Behörden immer wieder auf Studien, die belegen sollen, dass das Pestizid harmlos ist.

Doch die genannten Studien sind bisher öffentlich nicht zugänglich und somit nicht überprüfbar.

Schon lange fordern auch wir daher die Herausgabe dieser Geheimstudien. Jetzt haben die Hersteller einen Leseraum in Brüssel eingerichtet, in dem die Studien für einige Wochen unter strengen Auflagen eingesehen werden können.

 

"Warum sind wissenschaftliche Studien mit derartiger allgemeinen Bedeutung nicht öffentlich abrufbar?"

 

Der Referent des Umweltinstituts München Karl Bär hat diesen Raum besucht, um sich selbst ein Bild zu machen. Unter ständiger Aufsicht durch Wachpersonal konnte er die Studien an speziellen Computern einsehen. Dabei durften weder Kopien noch Fotos gemacht werden, lediglich handschriftliche Notizen.

Karl Bär: "Unter diesen Bedingungen ist es unmöglich, die 71 Studien einer ernsthaften Überprüfung zu unterziehen." 

So ein Leseraum ist offensichtlich natürlich kein Ersatz für echte Transparenz oder gar wissenschaftliche Auseinandersetzung!  (Quelle)

Offensichtlich haben weder Bundesregierung noch EU Institutionen aus dem CETA und TTIP Debakel auch nur das Geringste gelernt!

 

Bis spätestens Ende nächsten Jahres soll die Bewertung der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) vorliegen, auf deren Grundlage über die Wiederzulassung von Glyphosat entschieden wird. Schon mehr als 22.000 Menschen fordern mit uns: "Die ECHA darf keinen Persilschein für Glyphosat ausstellen."

"Unterstützen auch Sie "kein Persilschein für Glyphosat" 

 

21.5.2016 Von Agent Orange zu Glyphosat

 

siehe dazu auch TV Bericht:

 Link zum TV Bericht "Bundesinstitut hat falsch informiert!"

 

21.04.2016

 

Wie kann ich die Zulassung eines Giftes wie Glyphosat erreichen ?  Lehrvideo des BUND  

Umweltschützer kämpfen mit Strafanzeigen gegen Glyphosat (Pressebericht Deutschlandfunk)

Vorwurf: Kritische Glyphosat-Studien systematisch aussortiert (Pressebericht)

 

Glyphosat sorgt für leuchtende Äcker  (Pressebericht) 

 

 

 

13.04.2016

Erneuter "Sieg der Chemielobby"

Gylphosat wieder zugelassen -

Die Bundesregierung hatte sich zuvor positiv zu einer Neuzulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels in der Europäischen Union geäußert. In einem Schreiben des Agrarministeriums an die zuständige EU-Generaldirektion heißt es nach Informationen der Süddeutschen Zeitung: "Mit seiner Zustimmung möchte Deutschland dazu beitragen, das Verfahren zur Wiedergenehmigung des Wirkstoffs Glyphosat (…) erfolgreich abzuschließen."  Pressebericht 13.04.2016

 

Die verantwortlichen Politiker, allen voran der "Landwirtschaftsminister" (aber auch Umwelt- und Gesundheitsminister wegen "Untätigkeit") sollten endlich in strafrechtliche Haftung für künftige "Gesundheitsschäden" der Bevölkerung genommen werden. 

 

 

Die SPD-Abgeordnete und Umweltschutzexpertin Susanne Melior verteidigte den vom Parlament verabschiedeten Kompromiss. (NTV 13.4.2016) Unsere Meinung dazu: Bei Fragen der Gesundheit der Gesamtbevölkerung darf es keinen Kompromiss - schon gar nicht für weitere 7 Jahre geben!

 

 

Glyphosat: "Wir zeigen Monsanto und europäische Kontrollbehörden an"      (Global 2000)   

Stellungnahmen: 

Deutsche Wirtschaftsnachrichten (14.04.2016)  Deutschland knickt vor Monsato ein

Süddeutsche (13.04.2016) : Darum wäre ein Glyphosat-Verbot richtig

Neues Deutschland (12.04.2016): Bundesregierung will Glyphosat erlauben

 

Grundsätzliche Statements:

Umweltinstitut München

BUND

===============

 

Deutschland hat sich bei der Probeabstimmung am 8. März 2016 zur EU-Wiederzulassung des Totalherbizids Glyphosat enthalten. Das wissen wir aber nur, weil diese Information inoffiziell aus den Konferenzräumen sickerte. Der verantwortliche Landwirtschaftsminister Schmidt hat die deutsche Öffentlichkeit nicht darüber informiert.  Infos 

Umstrittenes Pflanzenschutzmittel Glyphosat: Bundesinstitut hat falsch informiert

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat die Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem umstrittenen Pflanzengift Glyphosat jahrelang falsch informiert. Das haben Recherchen des ARD-Magazins FAKT ergeben. In einem der Redaktion vorliegenden Dokument vom August 2015 bestätigt das BfR Ergebnisse der Krebsforschungsagentur IARC, einer Einrichtung der WHO, die in Tierstudien mehrere signifikante Häufungen von Tumoren feststellte. Quelle      Link zum TV Bericht

 

Offener Brief: Führende ForscherInnen warnen vor Glyphosat:

(02.12.2015) In einem offenen Brief kritisieren 96 WissenschaftlerInnen aus 25 Ländern die Risikobewertung des Wirkstoffes Glyphosat durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Weitere Informationen

 

Hat Monsanto bei der Erstzulassung von Glyphosat betrogen?

 Zitat:  "Wie kürzlich bekannt wurde, soll der Agrarmulti seit 40 Jahren um die krebserzeugende Wirkung seines Bestsellers Roundup und dessen Wirkstoff Glyphosat gewusst haben. Diese und weitere Anschuldigungen erhebt eine Studie amerikanischer Wissenschaftler. Sie werteten darin bisher unter Verschluss gehaltene Daten von Monsanto aus den 1970er und 80er Jahren aus.

Aus der Veröffentlichung geht hervor, dass Monsanto seine eigenen Studien zu Glyphosat verfälscht hat. Laut den Autoren hat der Konzern gezielt signifikante Hinweise auf Tumore vertuscht. Wenn das stimmt, dann hat Glyphosat seine Erstzulassung auf der Basis von verfälschten Studien erhalten. Die Autoren der Studie werfen Monsanto deshalb Betrug vor."  mehr dazu

 

"Am Donnerstag 12.11.2015 veröffentlichte die europäische Lebensmittelbehörde EFSA ihre lange erwartete Stellungnahme zum Totalherbizid Glyphosat. Das Ergebnis ist skandalös: Die EFSA weigert sich weiterhin, die „wahrscheinlich krebserzeugende Wirkung beim Menschen“ anzuerkennen.

Die Behörde will den Grenzwert für die maximale tägliche Aufnahmedosis sogar noch um 66 Prozent erhöhen! Diese Einschätzung ist absolut unverantwortlich, denn sie stützt sich auf eine Risikobewertung des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung, dem schwerwiegende Fehler bei der Auswertung von Studien nachgewiesen wurden." Zitat Umweltinstitut München

 

EFSA widerspricht IARC

„Es ist unwahrscheinlich, dass diese Substanz krebserregend ist“, erklärte der leitende EFSA-Mitarbeiter Jose Tarazona in Brüssel anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse, die auf Vorarbeiten des Bundesinstituts für Risikofbewertung (BfR) basieren. Innerhalb des zuständigen Ausschusses, der mit Experten aus allen 28 Mitgliedstaaten besetzt ist, schloss sich lediglich ein Vertreter Schwedens dieser Mehrheitsmeinung nicht an." 

„Geschönt von Anfang an“

Bei Glyphosat-Kritikern sorgte das EFSA-Gutachten für Ärger. Vor allem Umweltverbände und Grünen-Politiker sprachen von einer Verharmlosung der Risiken und ziehen weiter die Einschätzung der IARC als Messlatte heran.

Während der Agrarsprecher der Grünen im Europaparlament, Martin Häusling, der EFSA und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vorwarf, sie hätten das Verfahren „geschönt von Anfang an“, bescheinigte seine Parteikollegin Maria Heubuch der EFSA, sie übernehme „die industriefreundliche Haltung des BfR kritiklos“. Quelle

 

Glyphosat im Bier:

 

Die Berufung auf Einhaltung "gesetzlicher Grenzwerte" in Einzelprodukten (naive Aussagen eines "Bundesernährungsministers":   "schädlich erst ab 1000 Liter am Tag)  "sind lächerlich,

  • wenn sich dieses Gift inzwischen in der gesamten Ernährungskette wiederfindet, und damit eine Kumulation eines gesundheitsschädigenden Stoffes im Körper stattfindet. Das "verharmlosende" Bundesinstitut für Risikobewertung hatte auch in der Vergangenheit nicht primär die Gesundheit der Verbraucher im Fokus!
  • es für krebserzeugende Stoffe grundsätzlich keine "Grenzwerte" geben sollte! Für krebserregende Stoffe gibt es keine Untergrenze, ab der sie unschädlich sind. Diese Position vertritt auch das BfR – allerdings nur bei anderen problematischen Stoffen, denn beim Glyphosat will das BfR keine Krebsgefahr sehen. 

Zitat: "Mit Verbraucherschutz hat das Vorgehen des BfR an dieser Stelle nichts mehr zu tun."

Mitmachen bei:

https://www.umweltinstitut.org/…/glyphosat-raus-aus-dem-bie…

 

 

 Siehe dazu auch:  

Kein Wunder, wenn sich Lobbyisten über alle Verbraucherrechte hinwegsetzen können - 

und "Greenwashing" für immer mehr Produkte durch diese Lobbyisten und deren Firmen nach wie vor hervorragend funktioniert 

ihre Anonymität bleibt  trotz eines entsprechenden Urteils des Verwaltungsgerichtes offensichtlich weiterhin  gewahrt:

Lobbyisten siegenLobbyisten siegen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pressebericht 22.10.2015

Bundestag vergab 1.000 Lobbyisten-Hausausweise im Geheimverfahren

Inzwischen veröffentlichte auch die SPD ihre "Lobbyistenliste" - nur mehr die Union scheint sich auch in dieser Frage nicht an Verbraucherinteressen zu orientieren.

Warum wird verschweigen, wer im Bundestag mit eigenem Hausausweis jederzeit Zutritt hat, um die Abgeordneten direkt an ihrem "Arbeitsplatz"  optimal beeinflussen zu können?

Bundestag- Lobbyistenliste ("Hausausweise") beantragt von  

SPD

Bündnis90/Die Grünen und Linke 

Weitere Infos zur Lobbyarbeit

 

Erst nach massiven Protesten unter anderem von " www.abgeordneten.watch.de "   wurden die vollständigen Listen  am 30.11.2015 veröffentlicht -

Aus der Veröffentlichung geht auch hervor, welche Organisation über wie viele Hausausweise verfügt – und welche Fraktion die Ausstellung befürwortet. Vattenfall, Shell und die Rüstungsfirma Krauss-Maffei Wegmann verfügen beispielsweise jeweils über zwei Hausausweise, Volkswagen über fünf, der Deutsche Gewerkschaftsbund über 16 und der Krankenkassen-Spitzenverband über 21.

Bei den Befürwortern sei "besonders auffällig", dass die Union vielen Lobbyagenturen Zugang zum Parlament verschafft habe, teilte die Organisation LobbyControl mit. Dabei handele es sich teilweise um besonders verschwiegene Agenturen und Kanzleien, die Lobbyarbeit im Auftrag von Unternehmen machten.

Der Offenlegung war eine längere Auseinandersetzung vorausgegangen. Bereits im April 2014 hatte Abgeordnetenwatch.de die Fraktionen aufgefordert, die Namen der Interessenverbände zu nennen. Später folgte eine Klage. Die Parlamentsverwaltung argumentierte, dass es sich um eine parlamentarische Angelegenheit handle. Mit der aktuellen Veröffentlichung reagierte sie schließlich auf eine weitere Klage des Berliner Tagesspiegels. 

Deutschland war wegen der Verweigerung des Parlaments auch immer wieder von Transparency International (TI) kritisiert worden. In einer Auswertung der Organisation erreichte Deutschland im Frühjahr nur 23 von 100 Punkten und fand sich damit unter den aufgeführten 22 EU-Ländern und Institutionen auf Platz 16. Die Selbstregulierung durch Interessenvertreter sei "bisher unzureichend geblieben", hatte TI kritisiert. Ein verpflichtendes Lobbyregister verknüpft mit einem Verhaltenskodex und Sanktionierungsmöglichkeiten bei Fehlverhalten sei aber weiterhin nicht in Sicht.

Pressemeldung

 

Ergebnisse dieser Lobbyarbeit:

Beispiel Glyphosat - aber auch zahlreiche weitere Produkte wie Lebensmittel,  gerade aber auch im Bereich Baustoffe - auch bei EU und internationalen Organisationen

Bereits dank einer starken Lobby durch eine bürgerferne EU  durchgewunken  das "bienen"tötende Produkt Sulfoxaflor  - (von einem US Gericht verboten!) - wieviele Lobbyisten beschäftigt der Konzern in Berlin und Brüssel(?)  um solche Ergebnisse  (mit welchen "Gegenleistungen?") zu erzielen? 

 

Glyphosat 

Mit nicht verantwortbarer Begründung wird derzeit versucht, eine erneute europäische Zulassung für das "Pflanzenschutzmittel" Glyphosat zu rechtfertigen:

Obwohl die Internationale Krebsforschungsagentur IARC in einem umfassenden Bericht zum Ergebnis kam 

"dass es beim Menschen Non-Hodgkin-Lymphome und Lungenkrebs hervorrufen und aufgrund „überzeugender Evidenz“ dafür, dass es bei Tieren Krebs erregen kann."  

und in die Kategorie 2A (wahrscheinlich krebserregend) einstufte, zerstreut das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Bedenken mit der Aussage: 

dass „nach derzeitiger wissenschaftlicher Kenntnis bei bestimmungsgemäßer Anwendung von

Glyphosat kein krebserzeugendes Risiko für den Menschen zu erwarten ist“.  (Anm. der Redaktion: wer garantiert dem "Anrainer" dass sein Nachbar das Produkt bestimmungsgemäß anwendet? - Was heißt: nicht zu erwarten?)

 

ebenso wie die kanadische Behörde "Health Canada": 

es sei „unwahrscheinlich“, dass Glyphosat ihrer Gesundheit schade, „wenn sie es vorschriftsgemäß anwenden“.

 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nutzte für seinen Bewertungsbericht über das Pflanzengift Glyphosat offenbar auch Leserbriefe(!) von MitarbeiterInnen des Konzerns Monsanto als "Studien". (22.7.2015 Umweltinstitut München)   

Nach wie vor wird dieser Bericht des BfR an die Europäische Kommission trotz Aussagen zu voller Transparenz  "nicht veröffentlicht" -  siehe dazu EGGBI Schriftverkehr mit BfR

Muss es auch hier erneut nach jahrzehntelanger Diskussion zu massiven gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung (der Einzelverbraucher kann eine "vorschriftsgemäße Verwendung" ja überhaupt nicht beeinflussen!) kommen - mit

"Glyphosat in Muttermilch" /Süddeutsche Zeitung, 26.6.2015) und als Krebserreger (siehe auch Artikel "Krebserreger Glyphosat") - nur um einem Konzern mit offensichtlich guten Verbindungen zu Politik und Behörden auch in Zukunft Milliardengewinne zu sichern - und dies mit "staatlicher Unterstützung" (Duldung) anstatt das Vorsorgeprinzip gelten zu lassen? („Ärzte gegen Glyphosat“ )

 

Erstaunlich im Zusammenhang mit der „Geheimsache Glyphosat“  (Süddeutsche Zeitung) die Aussagen des BfR:

Die Bewertung von Glyphosat durch das BfR ist transparent und unterlag sowohl einem „Peer Review“ durch die zuständigen Behörden der anderen EU-Mitgliedsstaaten als auch einem öffentlichen Konsultationsverfahren. Im Februar 2015, also vor der Einstufung durch die IARC, fand eine Expertendiskussion der EU unter Leitung der europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) statt. Dabei wurde die Bewertung des BfR diskutiert, einschließlich der Bewertung von Glyphosat als nicht krebserzeugend.“  (Zitat aus Quelle BfR)

Bei solcher "Transparenz" dürfte es wohl - anders als bei der SZ beschrieben - kein Problem sein, den kritisierten Bericht offenzulegen  - nicht erst unter Berufung auf das  „Informationsfreiheitsgesetzes“ http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/ifg/gesamt.pdf

 

Eine ähnliche Verharmlosung durch das BfR finden wir auch bei Aussagen in der Vergangenheit zu Formaldehyd,  aber vor allem auch zu Weichmacher (Bisphenol A - siehe EGGBI Homepage "gesetzliche Richtwerte"  Punkt 5).  Quelle: EGGBI .

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 Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Herbizid.

 

 

 

 

 

 

 

 

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